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Unsere Weinliste zum DOWNLOAD: 2019-09-13_Weinkarte

Liebe Wein- und Moselfreunde,

Das Vegetationsjahr 2019 neigt sich dem Ende zu und die diesjährige Weinlese steht unmittelbar bevor. Um den 20. September werden wir mit der Lese unserer früh reifenden Rebsorten wie Müller-Thurgau (Rivaner) und Dornfelder beginnen und um den 5. Oktober rechnen wir mit dem Beginn der Rieslinglese.
Das ist dann der krönende und voller Hoffnungen erwartete Abschluss einer turbulenten Vegetationsperiode. Nach einem erneut frühen Austrieb der Reben um den 25. April war klar, dass noch einige Wochen des Bangens bevorstehen. Je früher der Austrieb, umso größer ist das Risiko, dass eine späte Frostnacht die zarten Triebe absterben lässt. In der Nacht auf den 5. Mai ist es dann tatsächlich passiert. Auf mehreren Rebflächen sind empfindliche Schäden eingetreten aber der überwiegende Teil wurde doch glücklicherweise nicht oder nur gering geschädigt. Die Einstellung „es hätte noch schlimmer kommen können“ ist für die eigene Arbeit und Motivation hilfreicher als das Jammern über den Verlust.
Im Sommer erlebten unsere Reben ein heftiges Auf und Ab der Temperaturen. Eine Hitzephase im Juni, die am 30. Juni die höchsten jemals für diesen Monat verzeichneten Temperaturen brachte, wurde noch mal „getoppt“ durch eine zweite noch heftigere Hitzephase in der letzten Juliwoche, in der bundesweit neue Allzeit-Temperaturrekorde in großer Zahl zu verzeichnen waren.
Die extreme Hitze hat dann bei Reben in ganz Deutschland und auch in vielen unserer Anlagen massiven Sonnenbrand an Trauben ausgelöst. Die am stärksten der Nachmittagssonne ausgesetzten Trauben wurden in kurzer Zeit regelrecht verbrannt und sind eingetrocknet. Trauben und Traubenteile sind heruntergefallen. So schmerzlich dieser Verlust ist, so führt er aber andererseits zu einer natürlichen Ertragsregulierung. Das Eintrocknen einzelner Beeren lockert die Trauben auf und macht sie weniger fäulnisanfällig. Beides ist in letzter Konsequenz der Qualität dienlich.
Die im Juni und Juli zu verzeichnende Trockenheit wurde in den beiden ersten Augustdekaden durch häufigere Niederschläge abgelöst, sodass sich die Reben erholen konnten. Seit ca. drei Wochen haben wir jetzt „Wunschwetter“ – überwiegend sonnige, warme Tage mit zumeist recht kühlen Nächten und nur kurzen Niederschlagsphasen. Die Reife und der Anstieg der Zuckergehalte erfolgt zügig aber nicht in einem unerwünscht schnellen „Turbotempo“. Die Temperaturkontraste begünstigen die Ausprägung der Aromen und das bisherige und auch für die nächsten Tage prognostizierte Ausbleiben längerer Niederschlagsphasen hält die Trauben gesund. Auf uns wartet viel Arbeit, die allerdings angesichts der derzeit guten Perspektiven in unseren Weinbergen leichter fällt.
Genießen Sie in den nächsten Monaten die Weine der letzten Jahrgänge, die klimatisch und dadurch auch in der Typizität der Weine sehr kontrastreich waren. Das macht es für Sie besonders spannend, auf Entdeckungsreise in unserem Weinangebot zu gehen. So kontrastreich dieses Angebot, so unterschiedlich sind auch die individuellen Vorlieben der Freunde unserer Weine. Wir sind uns sicher, dass Sie das finden können, was Sie suchen.
Wir wünschen Ihnen noch einige sonnige Spätsommertage, einen Herbst, der an manchen Tagen an den Kamin lockt und an anderen Tagen noch einmal zum Aufenthalt im Garten und/oder einem Ausflug in die Natur animiert. Viele schöne Momente des Lebens werden mit einem guten Glas Wein noch schöner – zum Wohl!

Christa und Jörg

Die gesetzlich vorgeschrieben Informationen gemäß EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) 1169/2011 und ergänzende Informationen zum Thema „Sulfite“ entnehmen Sie bitte hier: Informationen_LMIV

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